Baum des Jahres 2018

Vorkommen

Die Esskastanie stammt ursprünglich wohl aus Asien, wurde aber vor rund 2000 Jahren von den Römern aus dem Mittelmeerraum in die wärmeren Teile Mitteleuropas importiert. Ihr Verbreitungsgebiet deckt sich ungefähr mit der Grenze des Weinanbaus, obwohl auch weiter nördlich einzelne Bäume zu finden sind.

Habitus

Meist breitkronig, Höhe bis 25 m.

Holz

Splint- und Kernholz der Kastanie sind deutlich voneinander zu unterscheiden. Der schmale Splint ist von grauweißer bis gelblich-weißer Färbung, das Kernholz gelblichbraun bis hellbraun und dunkelt nach. Das Holz der Esskastanie kann dem der Eiche teilweise sehr ähnlich sein. Ein Unterscheidungsmerkmal sind die bei der Kastanie fehlenden Holzstrahlen, die auf der Hirnholzseite des Eichenholzes deutlich sichtbar sind. Das Kernholz besitzt eine gute natürliche Dauerhaftigkeit und enthält einen hohen Anteil von Gerbstoffen.

Verwendung

Esskastanie wird als Schnittholz und teilweise als Furnier gehandelt.

Besonderes

In früheren Zeiten fertigten Winzer aus dem resistenten Esskastanien-Holz oft Rebstöcke.