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Anisotropie

Nahezu alle Eigenschaften des Holzes sind in den verschiedenen Grundrichtungen unterschiedlich: So ist Holz quer zur Faser nachgiebiger und nicht so zugfest wie in Längsrichtung. Ähnlich verhält es sich bei Kontakt mit Wasser: quer zur Faser ist die Volumenvergößerung oder -verkleinerung wesentlich bedeutender als in Längsrichtung.

BFU = Bau-Furniersperrholz

Wetterbeständig verleimtes (BFU 100), hochfestes und steifes Leimholz.

Brettschichtholz (BSH)

Ein Brettschichtholz ist aus 30-40 mm starken trockenen Einzellamellen aufgebaut. In der Länge werden Sie über eine Keilzinkung verbunden. Diese Lamellen werden anschließend in der Höhe verleimt und abschließend sauber gehobelt. Die fertigen Leimholzstangen werden in optische (Sichtbar bzw. Nicht-Sichtbar) und statische Qualitäten eingeteilt.

Brinellhärte

Die Brinellhärte klassifiziert den Härtegrad von Holz (i.B. bei Parkett). Sie wird nach einem genormten Verfahren für jede Holzart gemessen. Abhängig von der Brinellhärte werden Holzarten als "weich" (Brinellhärte < 2,5 wie etwa Fichte, Kiefer, Lärche und Erle), "mittelhart" (Brinellhärte 2,5-3,8 wie etwa Eiche, Buche, Ahorn und Esche) oder "hart" (Brinellhärte > 3,9 wie etwa einige Exotenhölzer oder Bambus (bei dem es sich allerdings um kein Holz, sondern um ein Gras handelt)) eingestuft.

CPL

CPL (=continuus pressed laminate) ist ein Schichtstoff, bei dem in melaminharz getränkte Kraftpapiere unter Druck in einem kontinuierlichen Verfahren zusammen verpresst werden. Die oberste Papierschicht definiert dabei das Dekor bzw. die Farbe des Schichtstoffes.

DIN-Richtung

Dort, wo die geöffnete Tür im Türrahmen eingehängt ist, ist der Anschlag. Ist dies auf der rechten Seite der Fall, handelt es sich um DIN rechtes, ansonsten um ein DIN linkes Element.

E1

In Deutschland dürfen ausschließlich E1-Holzwerkstoffe verkauft werden, deren Emmissionswert an Formaldehyd (Aldehyd der Ameisensäure) gleich oder niedriger als 0,1 ppm (parts per million) ist.

Hygroskopisch

Holz ist hygroskopisch und reagiert somit auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit: wenn sie sinkt, fällt auch die Holzfeuchtigkeit, und umgekehrt. Große Feuchtigkeitsänderungen haben immer auch eine Volumen- und Maßänderung (Quellen oder Schwinden) zur Folge.

Kebonierung

Unter Kebonierung© versteht man einen Prozess, bei dem die wasserliebenden ("hydrophilen") Seitengruppen des Holzes in einer chemischen Reaktion mit wasserabweisenden ("hydrophoben") Seitengruppen abgesättigt werden. Im Produktionsprozess wird dabei i.W. Furfurylakohol als Alkylierungsflüssigkeit verwendet, der seinerseits bei der Aufarbeitung organischen Materials (Zuckerrohr, Haferspelzen, Schilf, Mais...) anfällt. Die eingesetzten Stoffe werden gemäß einem patentierten Rezept gemischt und die Flüssigkeit unter Druck in das Holz eingebracht, damit möglichst alle hydrophilen Gruppen alkyliert werden können. Danach wird das Holzmaterial durch Erhitzen auf über 100 °C ausgehärtet. Die eingesetzten Holzarten sind zum einem Radiata Pine (Terrassendielen) und nord. Kiefer (Unterkonstruktion).

Kernholz

Obwohl die Holzzellen dabei absterben, ist der Prozeß der VerKernung ein aktiver Vorgang. Die Zellen füllen sich vielfach mit Luft und werden zusätzlich verstopft; zudem kommt es zur Einlagerung besonderer Kernholzstoffe – etwa der Bildung von Lignin, die für die Widerstandsfähgkeit des Holzes ausschlaggebend sind.

Kohlendioxid

Kohlendioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses Gas. Es entsteht zum einen beim Atmungsvorgang von Lebewesen, die Sauerstoff "veratmen" (d.h., biochemisch gesehen Sauerstoff als Elektronenakzeptor Ihrer Atmungskette verwenden), und zum anderen immer beim Verbrennungsvorgang kohlenstoffhaltiger Verbindungen. Es ist verantwortlich für den "natürlichen" Treibhauseffekt der Atmosphäre, der für ein lebensfähiges Klima auf der Erde sorgt. Sehr problematisch allerdings ist ein anthropogen verursachter Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre und somit eine Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes. Durch die Fähigkeit von Pflanzen und bestimmter Bakterien, CO2 über die Photosynthese in Ihren Stoffwechsel einzubauen und es somit der Atmosphäre zu entziehen, sind diese Lebwewesen ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Anstieg des CO2-Gehalts.

Konstruktionsvollholz (KVH)

KVH-Stangen sind aus massiven, getrockneten Kanthölzern aufgebaut, die in der Länge gezinkt und anschließend sauber gehobelt werden. Bei der Qualitätsbeurteilung gelten strenge Kriterien, die wir im Lieferprogramm KVH nochmals für Sie zusammengestellt haben. Die optische Qualität wird in Sicht- (Si) und Nicht-Sichtqualität (NSi) eingeteilt.

Lignin

Bildung von Lignin ist verbunden mit der Verholzung der Zelle. Chemisch gesehen handelt es sich bei Lignin um ein Polymer aus verschieden substituierten Phenolmolekülen. Gebildet wird es beim Absterben der Zellen. Mengenmäßig stellt Lignin nach der Cellulose die wichtigste organische Substanz in der Natur dar (Jahresproduktion ca. 2 · 1010 Tonnen!)

Mykorrhiza

Symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen den Wurzeln sehr vieler Landpflanzen mit Pilzen. Bei der sogenannten Ektomykorrhiza umschließt ein Mantel aus Pilzhyphen die kurz und dick ausgebildeten Seitenwurzeln der Pflanze. Der Nutzen, den die Bäume aus dieser Symbiose ziehen, liegt in einer besseren Mineralsalzernährung und Wasser- sowie vermutlich einer verstärkten Stickstoffversorgung. Die Pilze erhalten im Gegenzug i.W. Kohlenhydrate von der Wirtspflanze.

Viele unserer Waldbäume wie etwa Kiefer, Fichte, Lärche und Eiche bilden Mykorhizzen obligat aus.

Nutzungsklasse

Laminatböden werden nach DIN EN 13329 in verschiedene Nutzungsklassen eingeteilt, die im Wesentlichen durch die Abriebfestigkeit des Overlays definiert wird. Alle von uns vertriebenen Laminatböden besitzen die hohen Nutzungsklasse AC3/32 (empfohlen für private und gewerbliche Bereiche mittlerer Nutzung).

P2, P3

Holzwerkstoffe sind nach DIN EN 13986 in Technische Klassen eingeteilt, die bei Spanplatten unter anderem mit den Symbolen P2 und P3 gekennzeichnet werden. Spanplatten P2 dürfen nur für nichttragende Verwendungen Im Trockenbereich, Spanplatten P3 für nichttragende Verwendungen im Tocken- und Naßbereich eingesetzt werden.

Resistenzklasse

Definiert nach EN 350-2 die Dauerhaftigkeit des ungeschützten Kernholzes gegen mikrobiellen Abbau bei lang anhaltender Holzfeuchte über 20% oder bei Erdberührung. Einteilung in den Klassen 1 (sehr resistent) bis Klasse 5 (nicht resistent). Das ungeschützte Splintholz aller Holzarten ist generell den Klassen 4 bis 5 (nicht resistent) zuzuordnen!

Rifts

Der Riftschnitt ist der „edelste“ Einschnitt beim Stammholz. So erzeugte Hölzer weisen stehende Jahresringe auf. Dies garantiert eine wesentlich größere Formstabilität und eine größere Belastbarkeit gegenüber Hölzern mit liegenden Jahresringen.

Schichtstoff

Ein Schichtstoff besteht aus mehreren harzgetränkten Papieren, die unter Druck und Temperatur miteinander verpresst werden.

Splintholz

Das „lebende“ Holz der äußeren Stammpartie wird als Splint bezeichnet. Aufgrund des aktiven Zellstoffwechsels und der eingelagerten Nähelemente ist das ungeschützte Splintholz generell anfällig für einen mikrobiellen Abbau.

Tegernseer Gebräuche

Regeln den Gebrauch im inländischen Handel mit Rundholz, Schnittholz, Holzwerkstoffen und anderen Holzhalbwaren. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 1985 und ist richterlich mehrfach  als Handelsgebrauch gem. §346 HGB bestätigt worden.

Tegernseer Gebräuche

Regeln den Gebrauch im inländischen Handel mit Rundholz, Schnittholz, Holzwerkstoffen und anderen Holzhalbwaren. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 1985 und ist richterlich mehrfach  als Handelsgebrauch gem. §346 HGB bestätigt worden.

Thermische Behandlung

Das Holz wird unter Luftabschluss für etwa 36 Stunden auf eine Temperatur von über 200 °C erhitzt. Dabei werden die äußeren Molekülgruppen des Holzes derart verändert, dass die Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Zersetzungsprozesse erhöht wird. Gleichzeitig werden auch die Holzeigenschaften verändert (z.B. verringertes Quellen, Abbauen innerer Spannungen, erhöhte Sprödigkeit).

Wärmeleitgruppen (WLG)

Zur leichteren Kennzeichnung werden Dämmstoffe in Wärmeleitgruppen eingeteilt. Die Wärmeleitgruppe ist ein Qualitätsmerkmal für das Wärmedämm-Vermögen eines Baustoffes. Je geringer der Wert, desto höher ist das Dämm-Vermögen des Materials.

Wechselgarnitur

Beschläge, die auf der Außenseite keinen Türdrücker haben, werden als Wechselgarnituren bezeichnet. Zum Öffnen von außen muss der Schlüssel benutzt werden, der die Falle über den Wechsel im Schloß betätigt.

Wie anfangen bei Dachausbau, Anbau, Wintergarten?

Wenn Sie bei Umbau- oder Renovierungsplänen noch unsicher sind, was da alles auf Sie zukommt, oder wie man da am besten rangeht, wir beraten Sie unverbindlich – vor Ort. Sie können erste Ideen mit uns besprechen, wir geben Ihnen grobe Kostenvorstellungen und vermitteln geeignete Architekten und Handwerker. Die Starter-Beratung ist ein Teil unseres Service. Über E-Mail oder Telefon können Sie Kontakt mit uns aufnehmen oder kommen Sie doch einfach mal zu uns.

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Vorschläge - eigene Ideen?

Haben Sie selbst Vorschläge, eigene Ideen, Probleme oder Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Bauen, Renovieren oder Wohnen? Über Ihre Mail-Nachricht freuen wir uns.

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Bei Gewitter Buchen suchen?

Wie verhalte ich mich richtig bei Gewittern? Wer von einem Gewitter in der Natur überrascht wird, der besinnt sich auf alte Volksweisheiten wie: Eichen sollst du weichen oder Buchen sollst du suchen. Das kann gefährlich werden.

Und welcher Baumtyp sind Sie?

Der Naturzeitkalender der Kelten (aus dem Jahre 2500 v. CH.) teilte die Zeit nicht in Wochen und Monate ein, sondern in 40 längere und kürzere Perioden, die den Lebens- und Wachstumszyklen der Bäume entsprechen. Zu jedem Baumkreiszeichen stellten sie die herausragenden Eigenschaften heraus und brachten sie mit den Menschen in Verbindung. Das Buch “Der Keltische Baumkalender” handelt davon. Wer im Zeichen der Eiche geboren wurde, galt als etwas ganz Besonderes.

Bitte wählen Sie hier Ihren Geburtsmonat aus:

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April

Mai

Juni

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Aug.

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Okt.

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Dez.

Jeder Autofahrer müsste 0,8 ha Wald pflanzen.

Der Wald ist ein großer Kohlenstoffspeicher, ganz abgesehen von den anderen Nutzen für Wasser, Luft, Tiere und Pflanzen. Setzt man zum Beispiel durch das Autofahren Kohlendioxid frei, so nehmen Bäume eine bestimmte Menge davon auf. Wie rechnet man das?

Nehmen wir an, Sie fahren über 40 Jahre Auto bei einer jährlichen Fahrleistung von 16.000 km. Gehen wir des weiteren von einer Ausnutzungsrate von 8 Liter Kraftstoff und einem Ausstoß von 0,86 kg CO2 pro Liter Benzin, so müssten Sie 44 t CO2 kompensieren. Wenn Sie eine durchschnittliche Speicherung von 1,4 t CO2 Jahr und ha Wald annehmen, müssten Sie also 0,8 ha Wald pflanzen um allein den Kohlenstoffaustoß durch die Nutzung Ihres Autos auszugleichen. Verarbeitetes oder verbautes Holz ist übrigens auch gespeicherter Kohlenstoff. Je mehr Holz wir also verbauen, um so besser für die Umwelt - wenn wir dafür sorgen, dass entsprechend viel nachwächst. In Deutschland wächst wegen des hier geregelten Nachhaltigkeits-Prinzip etwa 20-30% mehr nach als eingeschlagen wird.

Rauchen zerstört den Wald

Was Ökobilanzen alles an den Tag bringen. Auf den ersten Blick scheint da kein Zusammenhang zu sein, aber jeder, der eine Packung Zigaretten pro Tag raucht “verbraucht” in zwei Wochen einen ganzen Baum.